• Von iris
  • in Blogartikel für Produkte
  • Mai 12, 2020

Männer auf Hochzeiten: Das Tragen Bräutigam und Gäste

Ein hochwertiger Anzug ist nicht nur für den zukünftigen Ehemann die perfekte Garderobe zur Hochzeit. Auch Gäste sind mit diesem Outfit bestens beraten. Damit sie sich nicht in den Vordergrund rücken, sondern der Bräutigam im Mittelpunkt steht, gilt es bei der Auswahl einiges zu beachten. Erfahren Sie in diesem Anzug-Guide wesentliche Fakten und kleiden Sie sich dem Anlass entsprechend!

Anzüge für den Bräutigam: Qualität ist ein Muss

Der Hochzeitsanzug für den Bräutigam muss in erster Linie eines sein: Hochwertig! Ein Mangel an Qualität und sorgfältiger Verarbeitung ist erkennbar und hinterlässt einen negativen Eindruck. Keinesfalls dürfen sich während der Hochzeit Nähte oder Knöpfe lösen. Aber auch der Schnitt muss perfekt zum Körperbau passen. Ob ein Anzug zu klein oder zu groß ist, lässt sich anhand kleiner Tricks schnell erkennen:

Anzug ist zu klein / eng

– Armmuskulatur zeichnet sich ab

– Revers steht ab

– Sakkoärmel enden deutlich oberhalb des Handgelenks

– Hose reicht nicht über die Knöchel

Anzug ist zu groß / weit

– Schulterpolster ragen über die Schulter

– Sakkoärmel reichen über die Daumenwurzel

– Hose wirft am Schuh mehrere Falten

Während zu lange Hosen den Körper optisch stauchen, können offene Sakkotaschen den Schnitt des Anzugs zunichte machen. Auch überlange Ärmel, ausgebeulte Hosentaschen durch Smartphones und aufgestellte Sakkokragen sind ein No-Go.

Die passende Stilrichtung finden

Formelle Anzüge sind für Hochzeiten typisch. Während Businessanzüge vorwiegend Seriosität vermitteln sollen und einen repräsentativen Auftritt fördern, zeichnen sich formelle Anzüge durch einen festlichen Gesamteindruck aus. Hinsichtlich der Stilrichtung wird hierbei zwischen italienischen, englischen und amerikanischen Anzügen unterschieden. Worin die Besonderheiten dieser Schnitte liegen, können Sie im Ratgeber unter herrenanzuege.net nachlesen. Auf Wunsch können Sie dort die Kategorie „Hochzeitsanzüge“ wählen und gezielt nach passenden Modellen stöbern.

Eine beliebte Variante des Hochzeitsanzugs ist der klassische Dreiteiler bestehend aus Hose, Sakko und Weste. Hemd, Einstecktuch und Fliege oder ein Plastron ergänzen diese stilvolle Garderobe. Als Plastron wird eine breite Krawatte bezeichnet, die einen edleren Charme besitzt als gewöhnliche Krawatten.  Als festlicher Tagesanzug ist der sogenannte Stresemann bekannt. Gängig sind hierbei ein einreihiges Jackett mit aufsteigendem Revers, meist in Anthrazit oder Schwarz, eine Weste, Krawatte, ein weißes Hemd und schwarze Schuhe. Das nächtliche Pendant ist der Smoking. Eine Stufe über dem Smoking steht der Frack, der festlichste Anzug für Männer, der ein Höchstmaß an Eleganz ausstrahlt. Als tagestaugliches Gegenstück für Feierlichkeiten vor 18 Uhr dient der Cutaway. Für welche Variante sich der Bräutigam entscheidet, hängt neben seinem persönlichen Stil von der thematischen Ausrichtung der Hochzeit ab.



Farben und kleine Extras

Schwarze Anzüge wirken relativ streng und werden vom Bräutigam in der Regel nicht getragen. Stattdessen sind Royalblau, Pastellblau und Grau in diversen Schattierungen vorteilhaft. Als praktisches Extra dient eine Handytasche im Innenfutter unterhalb der Brust. Anders als in der Brusttasche lässt sich das Smartphone dort komfortabler mitführen. Die Ärmelknöpfe sollten sich tatsächlich öffnen und schließen lassen. Überlappende Knöpfe (Kissing Buttons) werden als Statussymbol interpretiert und sind ein kleines, aber extravagantes Accessoire.

Tipps für männliche Hochzeitsgäste

Ausschlaggebend für die Anzugwahl ist der Dress Code der Hochzeit. Darüber informiert das Hochzeitspaar auf der Einladung:

White Tie: Frack

Black Tie: Smoking

Cocktail (festlich-elegant): stilvoller Anzug mit Krawatte / Fliege

Casual: lässiger Look (Hemd sollte trotzdem nicht fehlen)

Fehlt der Hinweis zum Dress Code, ist es ratsam beim Gastgeber danach zu fragen. Da bei Männern an Hochzeitigen die Gefahr für optische Übereinstimmungen deutlich größer ist als bei den Damen, sollten sich männliche Gäste generell mit dem Bräutigam abstimmen. Dies gilt insbesondere für ausgefallene Ideen. Worauf in Hinblick auf die Outfits für kirchliche und standesamtliche Trauungen zu achten ist, können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

Grundsätzlich gilt bei Männern wie bei Frauen: Gäste dürfen die Aufmerksamkeit nicht für sich beanspruchen. Im Fokus steht das Brautpaar und das muss sich optisch in den Vordergrund stellen können. Tabu sind unter anderem weiße Anzüge. Einzige Ausnahme sind Hochzeiten mit diesem Farbmotto. Auch weiße Blumen im Revers dürfen nicht getragen werden. Dies ist dem Bräutigam vorbehalten.

Weitere Tipps zum Hochzeitsknigge hier in der Übersicht.

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