Hochzeitsknigge – Das Einmaleins der Etikette für die Hochzeit

Eine Hochzeit ist ein feierliches und formelles Ereignis, für das bestimmte Regeln der Etikette gelten, die man einhalten sollte. Schon bei der Hochzeitseinladung sollte man einige Regeln aus dem Hochzeitsknigge beachten. Neben der Information von Ort und Zeit ist es sinnvoll festzulegen, wer eigentlich eingeladen ist. Richtet man die Einladung an eine Familie, sollte daraus auch ersichtlich sein, ob die Kinder mit eingeladen sind. Bei einer Einladung an einen Single sollte auch eine Einladung für eine Begleitung ausgesprochen werden und bei einer kirchlichen Trauung sollte man auch dem Pfarrer eine Einladung zum Fest senden. So kann man schon beim Eintreffen der Gäste erste Peinlichkeiten vermeiden.

So sollten die Geschenke gehandhabt werden

Auch für die Gäste gibt es einen Hochzeitsknigge, der beispielsweise auch bestimmt, was bei den Geschenken zu beachten ist.

  • - Geschenkwünsche des Brautpaares respektieren
    – Geschenke auf dafür aufgestelltem Tisch ablegen
    – Geldgeschenke dezent verpacken

Außerdem sollte man nicht böse sein, wenn das Brautpaar die Geschenke nicht sofort auspackt. Im Hochzeitsrummel ist dafür einfach keine Zeit. Somit ist es Brauch, die Geschenke erst am nächsten Tag zu öffnen. Dafür darf man jedoch laut Hochzeitsknigge eine Danksagungskarte des Brautpaares erwarten.

Kleiderordnung für die Hochzeit

Gäste sollten eine bestimmte Kleiderordnung für die Hochzeit einhalten. Als erste Regel gilt dabei, dass Frauen kein Weiß tragen sollten. Diese Farbe ist für die Braut am Tag ihrer Hochzeit reserviert und sie sollte die Einzige sein, die Weiß trägt. Doch ebenso sollte auch Schwarz vermieden werden, das Trauer ausdrückt. Bei der Kleiderlänge richtet man sich nach der Braut. Trägt die Braut ein kurzes Hochzeitskleid, so sind lange Abendkleider nicht angesagt. Männliche Gäste sollten einen Anzug tragen, der jedoch nicht eleganter sein sollte, als der Anzug des Bräutigams. Ist auf der Einladung vermerkt, dass es sich um eine Motto Hochzeit handelt, wird auch von den Gästen erwartet, dass sie sich entsprechend kleiden.

 

Kleiner Knigge – A wie Abschied bis Z wie Zusage

Abschied:

Die Vermählen verabschieden sich einfach auf “französisch” – still und leise. Die Hochzeitsgäste feiern einfach weiter und die Stimmung bleibt. Falls aber das Brautpaar ankündigt, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Flitterwochen aufbricht. Dann wird es von den Gästen mit viel Tamtam verabschiedet.

Aussteuer:

Früher wurde sie nur von der Braut mit in die Ehe gebracht. Heutzutage ist es normal, dass bei jungen Brautleuten beide Elternpaare in die Hausstandsausstattung investieren.

Bewirtung:

 

 

 

 

Die Bewirtung der Hochzeitsgäste wird durch den Zeitpunkt der Trauung bestimmt. Beginnt die Trauung am Vormittag so beginnt die Festlichkeit meistens mit einem Sektempfang,er kurz dauert,  danach folgen das Mittagessen, die Kaffeetafel und dann noch das Abendessen. Bei einer Trauung am frühen Nachmittag, treffen sich die Hochzeitsgäste bei Kaffee und Kuchen, erst später folgt dann das Abendessen. Traut sich das Brautppar am späten Nachmittag, lädt es möglicherweise zum Sektempfang ein und die Feier wird mit dem Abendessen eröffnet.

Blumenstreuen:


 

 

 

 

Diese Aufgabe wird von kleine Mädchen und Buben unter acht Jahren übernommen. Es wird vor dem Brautpaar beim Ausmarsch aus der Kirche gestreut.

Brautkleid:



 

 

 

 

Beim Braukleidkauf wird die zukünftige Braut von Mutter, Freundin, Schwester etc. begleitet – , auf keinen Fall aber vom Bräutigam. Dieser soll seine Braut nämlich erst am Hochzeitstag zu Gesicht bekommen.

Brautstrauß/Blumen:

 

 

 

 

Eigentlich sollte der Braustrauß vom Bräutigam ausgesucht werden. Der Brautstrauß muss zum Brauttyp passen, ihre Lieblingsblumen und Lieblingsfarben enthalten. Trauzeugin und Brautjungfern erhalten einen kleinen Handstrauß, dessen Zusammenstellung sich am Brautstrauß orientiert. Mit ähnlichen, aber farblich unterschiedlichen Ansteckblumen können Väter und männliche Trauzeugen, Brautführer und sogar alle männlichen Hochzeitsgäste ausgestattet werden.

Danksagungen:

 

 

 

 

Die Danksagung wird an alle Hochzeitsgäste verschickt, die einen Glückwunsch geschickt haben. Die erhaltenen Geschenke werden dabei besonders gelobt. Das Braupaar kann sich etweder telefonsich, persönlich oder mit einer Karte, die ein paar Zeilen enthält, an Gäste bedanken. Außerdem ist auch eine Danksagungskarte in der Zeitung möglich.

Eheringe:

 

 

 

 

Die Eheringe werden bei einer standesamtlichen Trauung nach dem Ja-Wort und dem Unterzeichnen der Eheschließungsurkunde ausgetauscht. Bei einer Trauung in der Kirche werden die Ringe nach der Segnung angesteckt. Ganz traditionell wird der Ehering  am Ringfinger der rechten Hand getragen. Jedochhalten sich immer weniger Paare daran.

Fang den Strauß

 

 

 

 

Das Brautstrauß fangen ist eine alte Tradition, die vor allem für unverheiratete Frauen bestimmt interessant ist. Wer den Brautstrauß letztendlich fängt sollte man dem Glück bzw. Schicksal überlassen. Daher kein Schubsen oder sich unfair Platz verschaffen.

Gratulation nach der Trauung

Nach der Trauung wird dem Brautpaar gratuliert. Die Eltern und engsten Verwandten sollten die ersten sein, die dem Brautpaar gratulieren.

Knigge A-E
Knigge G-H
Knigge K-P
Knigge R- T
Knigge V