Ein Ehevertrag macht Sinn

Ehevertrag: Es ist ratsam, mit dem Partner, den man liebt und dem man vertraut, auch die etwas unangenehme Angelegenheit eines Ehevertrages zu besprechen.

Das Bürgerlichen Gesetzbuch regelt die Rechte und Pflichten von Eheleuten. Auch Paare, die unverheiratet miteinander leben, können ihre Rechte und Pflichten vertraglich festlegen und sich absichern lassen.

Das Ehegüterrecht

Das Ehegüterrecht regelt die vermögensrechtlichen Beziehungen zwischen den von Mann und Frau mitgebrachten Werten. Im österreichischen Recht gilt die Gütertrennung. In einem Ehevertrag kann aber eine Gütergemeinschaft vereinbart werden. Die Gütertrennung sieht vor, dass beide Partner Eigentümer des Vermögens bleiben, das in die Ehe eingebracht bzw. auch während der Ehe erworben wurde. Das eigene Gut wird von beiden selbst verwaltet und nur für die eigenen Schulden gehaftet.

Erst im Falle einer Auflösung der Ehe werden das eheliche Gebrauchsvermögen und die gemeinsamen Ersparnisse aufgeteilt. Beim Gebrauchsvermögen werden alle beweglichen und unbeweglichen Sachen, die während der Ehe dem Gebrauch beider Eheleute gedient haben umfasst. Dazu zählen beispielsweise Hausrat und Ehewohnung, gemeinsames Auto, aber auch Zweitwohnung und Luxusgüter sowie eheliche Ersparnisse wie Sparbücher oder eine erworbene Kunstsammlung.

Von der Aufteilung ausgenommen sind Sachen, die in die Ehe eingebracht, geerbt oder von jemand Außenstehendem geschenkt wurden. Außerdem persönliche Dinge wie etwa Schmuck, Berufsgegenstände oder Sachen, die zu einem Unternehmen gehören, Unternehmen als solche sowie Unternehmensanteile.

Der Ehevertrag

Falls die werdenden Eheleute mit der Regelung des Ehegüterrechts nicht einverstanden sind, haben sie die Möglichkeit, durch Ehevertrag eine andere vertragliche Grundlage zu schaffen.

Im Scheidungsfall ist oft nicht mehr feststellbar, welche ehelichen Güter und Ersparnisse erst während der Ehe erstanden sind. Um einen Streit wegen der Aufteilung des ehelichen Vermögens zu vermeiden, kann ein Abschluss eines Ehevertrages also sehr zweckmäßig sein. Der Abschluss eines Ehevertrages ist zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglich (auch nach der Eheschließung).

Folgendes kann in einem Ehevertrag nicht geregelt werden:

  • - Für die aufrechte Ehe kann ein gänzlicher wechselseitiger Verzicht auf Unterhalt nicht vereinbart werden. Vereinbarungen für nachehelichen Unterhalt werden im Fall der Sittenwidrigkeit als nichtig angesehen.
  • - Vereinbarungen über Obsorge und Unterhalt gemeinsamer Kinder sind bloße Absichtserklärungen. 

Übrigens: Es empfiehlt sich, Eheverträge von Zeit zu Zeit auf die aktuellen Lebensumstände anzustimmen.

Was der Ehevertrag regelt

Geregelt werden Unterhaltszahlungen im Scheidungsfall, Vermögensausgleich, die Rentenregelung sowie der Güterstand der Eheleute. Im Ehevertrag können Sie auch alle Dinge regeln, die Ihnen sonst noch wichtig sind. So steht vielleicht eine Schenkung ins Haus, die Sie nicht mit Ihrem Partner teilen möchten. Oder Ihre Eltern wollen Ihnen das Haus mit Garten überlassen, und wünschen, dass Sie es im Falle einer Trennung behalten.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass Partner mit unterschiedlicher Staatsangehörigkeit einen Ehevertrag schließen sollten, in dem festgelgt ist, welches nationale Recht im Fall einer Scheidung oder des Todes eines der Partner gelten soll.

Auch wer schon verheiratet war und beispielsweise ein Kind in die zweite Ehe bringt, sollte einen Ehevertrag aufsetzen, um Kinder aus der ersten Ehe in der Erbfolge nicht zu benachteiligen. In diesem Vertrag können beispielsweise die beiden Partner gegenseitig auf ihr Erb-und Pflichtteil verzichten.

Wenn man sich ernsthaft mit der Errichtung eines Ehevertrages befasst, ist anwaltliche Beratung sicher angebracht. Da erfährt man ganz genau, was im Detail geregelt werden kann und somit auch im – natürlich nicht wünschenswerten – Fall einer Scheidung Gültigkeit behält.

Was ist ein Ehevertrag genau?

Im Ehevertrag werden Regeln für die Ehe beziehungsweise für eine eventuelle Scheidung von zwei Menschen verfasst. Man kann sich nie zu hundert Prozent sicher sein, dass man sich nicht von seinem Partner aus einem bestimmten Grund in der Zukunft trennen wird. Deswegen ist es immer gut einen Ehevertrag aufzustellen. Leider machen es heutzutage viel zu wenige Leute mit der Begründung: “Wir werden sowieso für immer zusammen bleiben. Da ist ja ein Ehevertrag gar nicht nötig. Bei uns passt einfach alles also warum sollten wir das vertraglich regeln müssen. Als wäre die Ehe schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.”

Man kann nie wissen

Ehevertrag (2)

Obwohl jetzt zurzeit alles passt, heißt es nicht, dass es immer so sein wird. Die Umgebung beeinflusst und verändert uns. Man entwickelt sich immer weiter oder würdest du sagen, du wärest noch dieselbe/derselbe wie vor einem Jahr? – Ich schätze einmal wir wissen alle die Antwort zu dieser Frage. Nein. Deswegen sollte man seinem zukünftigen ich einen Gefallen tun und ihr/ihm das Leben erleichtern. Denn dann steht es Schwarz auf Weiß und euer Partner kann euch dann nicht für dumm verkaufen. Außerdem soll ein Ehevertrag nicht die schon geplante Auflösung der Ehe darstellen sondern eher die Bereitschaft den Partner und seine Gefühle zu respektieren.

Zu verliebt um klar zu denken

Ehevertrag

Keiner will bestreiten, dass man den Partner nicht wirklich liebt oder so etwas in der Art. Doch liebst du auch die selbst? Wenn ja und ich hoffe die Antwort ist ja, wenn sie nämlich nein ist, dann musst du erstmal einen Weg finden dich selbst lieben zu lernen bevor du einen anderen Menschen lieben kannst. Doch wenn du dich selbst liebst und respektierst, solltest du diesen Ehevertrag auch für dich selbst machen. Letztendlich müssen alle auf sich selbst schauen.

Hier findest du noch ein ausführliches Buch dazu.