6 Tipps zum Schleier für die Hochzeit

 

 

 

 

Schleier zur Hochzeit: Während früher der Schleier zur Tradition dazugehörte, gilt er heutzutage eher als schickes Brautaccessoire. Trotzdem darf der Schleier, passend zum Brautkleid und Ihrem ganz persönlichen Stil, auf der Hochzeit nicht fehlen! Die Entscheidung, welche Länge und vor allem welche Art des Schleiers gewählt werden soll, ist nicht leicht. Wir helfen Ihnen dabei: Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl des Schleiers achten sollten und wie Sie den Brautschleier gekonnt in Szene setzen!

1. Wann Sie einen Schleier tragen

Auch wenn der Schleier heutzutage kein Muss mehr ist, gilt er dennoch als hübsches, immernoch traditionelles und vor allem beliebtes Accessoire für die Braut. Es gibt keine genaue Richtlinien, wann und wie man den Schleier bei der Zeremonie und anschließend beim Fest tragen muss. Wenn Sie möchten, können Sie ihn den ganzen Tag tragen, aber beachten Sie: Bei der Hochzeitsfeier kann ein langer Schleier hinderlich beim Tanzen sein. Wählen Sie hierfür besser einen küzeren Schleier oder probieren Sie zu Hause aus, wie es sich damit tanzen lässt.

Unser Tipp: Tragen Sie den Schleier als festliches Accessoire zur Zeremonie in der Kirche und tauschen sie ihn für das Fest danach mit einem Fascinator aus. Hier haben Sie auch eine große Auswahl an verschiedenen Varianten und Formen. Wählen Sie den Haarschmuck, der für Sie auf der Feier angenehm zu tragen ist.

2. Wie Sie den Schleier befestigen

Sie können Ihren Schleier auf verschiedene Arten befestigen. Üblicherweise befestigen Sie ihn entweder unter oder über Ihrer Brautfrisur. Hierfür müssen Sie beachten, ob der ausgewählte Schleier einen Einsteck-Kamm beinhaltet. Ist Ihr Schleier an einem Haar-Kamm befestigt bzw. eingenäht, können Sie Ihn ganz einfach ins Haar stecken. Hält er noch nicht fest genug, sichern sie ihn zusätzlich mit paar Haarklemmen. Der Schleier soll fest sein, sie sollen Ihn aber nicht so fest anstecken, dass an Ihren Haaren ein Druckgefühl entsteht oder es irgendwo zwickt. Testen Sie Ihre Frisur sicherheitshalber früh genug und bewegen Sie sich, um auszuprobieren, ob der Schleier auch hält, so wie Sie es sich vorstellen.

Hat Ihr Schleier keinen Einsteckkamm, dann befestigen Sie ihn selbständig mit Haarnadeln oder Haarschmuck. Wollen Sie Ihren Schleier nach der Trauungszeremonie ablegen? Dann achten Sie darauf, dass er mit wenigen Handgriffen leicht zu entfernen ist. Nehmen Sie den Schleier erst am späteren Abend ab, wenn er auf den Fotos der Hochzeitsfeier abgebildet sein soll.

Unser Tipp: Wollen Sie kein Risiko eingehen, besprechen Sie Ihre Vorstellungen mit Ihrem Friseur ab. Mithilfe eines Profis können so ganz sicher Ihre Erwartungen erfüllt werden und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass am großen Tag frisurentechnisch etwas schief läuft.

3. Welche Länge die Richtige ist

Ob lang oder kurz – Schleier sind bei der Hochzeit der Hingucker schlecht hin. Aber vergessen Sie nicht: Überprüfen Sie Ihren Look auch von hinten! Verdecken Sie einen besonderen Blickfang am Rücken des Brautkleides nicht mit Ihrem Schleier. Haben Sie ein tolles Rückendekolleté, nehmen Sie am besten einen kurzen oder einen sehr durchsichtigen Schleier. Tragen Sie ein schulterfreies Kleid, bietet ein blickdichter, längerer Schleier die Möglichkeit, in der Kirche während der Zeremonie etwas weniger Haut zu zeigen.

4. Worauf Sie bei der Art des Schleiers achten

Mittlerweile gibt es schon viele verschiedene Arten des Brautschleiers. Was viele nicht wissen: Der Brautschleier wurde sogar schon viel länger getragen als das Brautkleid. Er diente dazu, das Gesicht der Braut während der Trauung zu verdecken. Üblicherweise wird er in Weiß getragen, passend zum Hochzeitskleid. Heutzutage werden aber auch immer wieder bunte Schleier bevorzugt. Als oberste Regel gilt: Zuerst das Brautkleid aussuchen und dann erst den Schleier. Oft kommt die Inspiration mit dem Kauf des Kleides.

Neben kurzen, mittellangen und langen Schleiern gibt es auch noch den Kathedralschleier. Er ist der Längste unter allen Brautschleiern und deshalb ziemlich schwer zu tragen. Oft ist er bei königlichen Hochzeiten zu sehen. Da man eine professionelle Hochsteckfrisur braucht, um diesem Schleier halt zu bieten, ist er für “normale” Hochzeiten eher nicht geeignet. Wenn Sie trotzdem einen ganz besonderen Schleier haben wollen, können Sie ihn mit Perlen oder Steinen verzieren oder besticken. Eine Borte bietet einen besonders schönen Abschluss für den Schleier. Aber geben Sie Acht: Je nach Schleierlänge kann sie Ihren Körper kürzer erscheinen lassen als einfacher Tüll, da die Borte einen horizontalen Akzent setzt.

5. Womit Sie kombinieren können

Sie können Ihren Brautschleier grundsätzlich zu jeder Frisur und jeder Art von Accessoire tragen. Wichtig ist, dass der Schleier zum Stil Ihres gesamten Outfits passt und keine schönen Details Ihres Kleides oder der Frisur verdeckt, die Sie unbedingt zeigen möchten. Für einen besonders prinzessinnenhaften oder edlen Look eignen sich beispielsweise Diademe in Kombination mit dem Brautschleier. Auch Ansteckblumen oder Haarreifen lassen sich gut kombinieren.

Unser Tipp: Brautschleier kann man sowohl zu einem edlen Look tragen als auch zu Hochzeiten im Vintage-Stil. Momentan im Trend sind vor allem Schleier, in denen Spitze eingearbeitet ist. Bilder von Brautkleidern aus Spitze in Kombination mit passenden Schleiern finden Sie in unserer Brautkleidgalerie.

6. Warum Schleier und zweite Hochzeit zusammenpassen

Es ist nicht Ihre erste Hochzeit und Sie wollen trotzdem einen Schleier tragen? Tun Sie es! Heutzutage gibt es keine festen Regeln mehr zum Tragen eines Schleiers. Er ist eher ein schickes Accessoire, als ein Sinnbild für Unschuld und Jungfräulichkeit.

Der Schleier als Symbolträger

Der Schleier – ob klassisch bodenlang, überlang oder mittels praktischer Kurz-Variante – er gilt als das traditionelle Symbol des Frau-Werdens und soll die Braut verhüllen, bis die Eheschließung perfekt ist.

Braut und Schleier

Der Schleier gehört für viele Bräute schlichtweg zum Brautkleid dazu und wird dementsprechend auch auf das jeweilige Kleid abgestimmt zur Hochzeit getragen. Schließlich möchte sich beinahe jede Frau bei ihrer Hochzeit wie eine Prinzessin fühlen und mit einem betont romantischen Kopfschmuck kommt man diesem Wunsch zweifellos ein entscheidendes Stück näher.

In Vergessenheit gerät dabei aber oft die eigentliche Intention, die mit dem Tragen eines Schleiers seit jeher verfolgt wird, denn der Schleier hat bei der Hochzeit eine ganz spezielle Bedeutung.

Zeichen der Unschuld

Als stilvolles, passend zum Brautkleid getragenes Accessoire sieht ein Schleier bei einer Hochzeit nicht nur elegant aus, sondern ist auch hinsichtlich seiner eigentlichen Aussagekraft von Bedeutung. Dieses zarte Tuch steht – in Weiß gehalten – bei einer Heirat nämlich in der Tat für die Unschuld der Braut.

Zwar ist es heutzutage eher selten der Fall, dass eine Braut tatsächlich jungfräulich in die Ehe geht, dennoch hat sich an der Symbolkraft des Schleiers nichts geändert.

Auch heute soll der Schleier nach wie vor

  • die Reinheit der Braut symbolisieren und
  • ihre Bereitschaft, sich nur dem Bräutigam zu schenken, unterstreichen.

Dementsprechend hat sich die Tradition des Schleier-Tragens bis heute gehalten und ist in allen Regionen Österreichs weit verbreitet.

Tradition bleibt Tradition

Sind zwar längst auch unzählige andere Varianten erhältlich, so handelt es sich bei den ursprünglichen Schleiern um Modelle, die auch das Gesicht mit ihrem transparenten Gewebe verdecken, das dann

  • entweder vom Brautvater
  • oder vom Bräutigam selbst

nach der Eheschließung freigelegt wird.

Auch dieser Vorgang unterstreicht noch einmal die tiefe Symbolik der herzensreinen Braut, die sich am Hochzeitstag erst völlig offen zeigt, wenn sie im Hafen der Ehe tatsächlich endgültig angekommen ist.