Die Hochzeitstafel – perfekt aufgetischt

Hochzeitstafel: Wenn Sie sich für eine private Hochzeitslocation entschieden haben und – mit hoffentlich ausreichend Hilfe aus dem Freundes- und Verwandtenkreis – das meiste selbst organisieren, führt am Thema Tischdecken kein Weg vorbei.

Hochzeitstafel – Die wichtigsten Voraussetzungen

Hochzeitstafel

Um die Tische zur festlichen Tafel zu arrangieren, braucht es neben Liebe zum Detail vor allem zweierlei:

  • ausreichend Platz
  • und jede Menge Teller, Gläser und Besteck

Die sogenannte „70er-Regel“ gilt als goldene Richtlinie für den Spielraum, der jedem Gast zur Verfügung stehen sollte. Mit 70 Zentimetern Tischanteil pro Platz lassen sich sämtliche Utensilien für Ihr Hochzeitsmenü nicht nur perfekt arrangieren, sondern erlauben auch sozusagen kollisionsfreies dinieren.

Einzeltische werden zunächst mit einem großen und einem kleineren Tischtuch bedeckt. Die Ecken des großen Tuches sollten dabei möglichst die Tischbeine verdecken. Die kleine Tischdecke wird dann – um 90 Grad verdreht – über die größere gelegt.

Für aneinander gereihte Tische, die ja ursächlich erst das Bild einer „Tafel“ im klassischen Sinn ergeben, gilt dasselbe Prinzip, nur eben unterbrechungsfrei. Gästeanzahl und Raumverhältnisse bestimmen, ob Sie mit einer Einzelreihe auskommen oder die U-Form wählen sollten bzw. zwei parallel gestellten Tischreihen den Brauttisch um 90 Grad gedreht voranstellen sollten.

Sie ahnen schon: ein wenig technisch klingt die Sache bereits. Und auch für das perfekte Arrangement der Gedecke selbst wird geduldiges Mitdenken und exakte Umsetzung vonnöten sein, um zu einem optisch hollywood-reifen Ergebnis zu gelangen. Hier Schritt für Schritt der Weg zur überwältigenden Hochzeitstafel.

So wird´s gemacht

Der Platzteller wird mittig zum Stuhl ausgerichtet und schließt fast mit der Tischkante ab. Von ihm selbst wird übrigens keinesfalls gegessen. Er dient quasi als optisch wertvolle „Zielscheibe“, auf der nach und nach die Teller mit den verschiedenen Gängen platziert (und wieder abserviert) werden.

Auf den Platzteller werden also der Menü-Teller und der Vorspeisen- oder Suppenteller platziert. Den gegebenenfalls zusätzlichen Brotteller positioniert man links neben dem Gedeck.

Das Tafelbesteck wird der Reihe nach von außen nach innen verwendet. Das Besteck für den Hauptgang liegt also direkt neben dem Platzteller, daran anschließend das Besteck für Vorspeise und Suppe – die Messer immer rechts, die Gabeln links. Der Suppenlöffel liegt neben den Messern auf der rechten Seite. Dessertlöffel und -gabel kommen über den Platzteller, wobei der Löffelgriff nach rechts, der Gabelgriff dazu versetzt nach links zeigt. Das Buttermesser schließlich liegt auf der rechten Seite des Brottellers.

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Glasklar geordnet

Festliche Menüs werden üblicher Weise von verschiedenen Weinen zu den einzelnen Gängen begleitet. Ganz außen (oberhalb des Löffels) steht das Wasserglas. Schräg oberhalb nach innen kommt das Weinglas für die Vorspeise. Ganz innen steht schließlich das Rotweinglas für den Hauptgang des Menüs. Aperitif- bzw. Digestif nicht mitgedeckt, sondern extra gereicht.

Für das optisch perfekte Ambiente können Sie dann je nach Platz noch Kerzen und Blumenschmuck aufdecken. Und als krönender Abschluss darf selbstverständlich eine raffiniert gefaltete Serviette nicht fehlen.

Eine wahre Hochzeitstafel zu arrangieren, verlangt also einiges an Mühe und „Material“ – garantiert aber ein super-stilvolles Ergebnis, das Ihren Gästen einen einzigartigen Empfang bereitet!

Teller

Den zentralen Punkt bildet jeweils ein Platzteller – aus silber- oder goldfarbenem Metall, Porzellan, Keramik oder Glas.Werden die einzelnen Menü-Gänge serviert, ziert dies Basis für alle kommenden Teller zunächst lediglich eine raffiniert gefaltete Serviette.

Bedienen sich die Gäste dagegen selbst, stehen die notwendigen Teller in entsprechender Reihenfolge bereit: auf dem Platzteller der Teller für den Hauptgang, darauf ein kleinerer Teller für die Vorspeise, darauf Suppentasse oder -teller. Ein kleiner Teller fürs Amuse-gueule (Appetithäppchen) zum Entree wird links neben die Gabeln gestellt.

Besteck

Das Besteck für höchstens vier Gänge wird um den Platzteller angeordnet. Als Faustregel gilt: Links liegen alle Gabeln, rechts alle Messer (Schneide zeigt nach links). Der Suppenlöffel kann ebenfalls rechts liegen oder oberhalb des Tellers (Stiel nach rechts). Dort findet auch Dessertlöffel bzw. -gabel Platz.

Das Besteck wird von außen nach innen in jener Reihenfolge aufgelegt, in der man es später beim Essen benutzt. Beispiel: ganz rechts außen das Messer für die Vorspeise, anschließend das Fischmesser, dann das Messer für den Fleischgang; links außen die Gabel für die Vorspeise, dann die Fischgabel, dann die Gabel für den Fleischgang; direkt über dem Teller die Dessertgabel (Stiel nach links), darüber der Dessertlöffel (Stiel nach rechts), darüber der Suppenlöffel.

Gläser

Die Gläser (normalerweise nicht mehr als drei oder höchstens vier) werden rechts oberhalb des Platztellers eingesetzt. Man orientiert sich an der Spitze des Messers für den Hauptgang. Oberhalb steht das Glas für jenes Getränk, das zum Hauptgericht serviert wird. Rechts davon ordnen sich die Gläser für alle vorherigen Gänge an, links für die noch folgenden Gänge.

Beispiel: Wird zum Hauptgang Rotwein gereicht, steht das Rotweinglas oberhalb des Messers. Das Weißweinglas zur Vorspeise gehört rechts daneben, das Sektglas für den Aperitif wiederum rechts daneben. Links vom Rotweinglas kann das Glas für den Dessertwein stehen.

Servietten

Servietten dienen nicht nur zum Abwischen sondern können auch eine Rolle bei der Gestaltung einnehmen. Es gibt verschiedene Arten Sie zu falten, was alles viel interessanter macht. Beispielsweise können Sie die Servietten für das Besteck normal lassen aber extra welche wie Schwane falten und diese dann in die Mitte der Tische legen. Dies sieht sehr elegant aus. Am besten recherchieren Sie im Internet welche Faltarten es noch so gibt. Am einfachsten ist es jemanden damit zu beauftragen, denn die kennen sich meistens besser aus.

Hochzeitstisch

Es gibt verschiedene Tischformen. Im Großen und Ganzen unterscheidet man zwischen drei verschiedenen:

  • T-förmig
  • U-förmig
  • runder Tisch

Klare Sitzordnung

Eine klare Sitzordnung hilft nicht nur den Gästen sondern auch dem Ehepaar. So wissen Sie, wo wer sitzt und können Ihre Gäste ganz einfach nach Plan begrüßen oder mit ihnen reden. Dazu kommt, dass die Gäste das Problem des Platzmangels nicht haben . Sie können sich nicht beliebig hinsetzten, deswegen sollten Sie die Plätze mit Bedacht zuteilen. Nahe Freunde und Verwandte sitzen üblicherweise am nähsten beim Hochzeitstisch.