Brautkleider – Mädchenträume werden wahr

 

 

 

 

Viele Frauen träumen schon seit ihren Kindertagen von dem Tag, an dem sie im langen weißen Kleid vor den Altar schreiten. Somit gehört auch die Auswahl des Brautkleids zu den schönsten Pflichten im Rahmen der Hochzeitsvorbereitungen. Schon wenn die Entscheidung zur Hochzeit fällt, beginnen die meisten Frauen damit, Brautmoden anzuschauen und einzelne Modelle in nähere Erwägung zu ziehen. Verschiedene Schnitte werden analysiert, Freundinnen um Rat gefragt und verschiedene Kleider anprobiert, bevor man das perfekte Brautkleid findet. Schließlich will man an diesem Tag wie eine Prinzessin aussehen.

Verschiedene Modestile bei Hochzeitskleidern

Immer wieder gibt es neue Brautmoden. Tüll, Spitze, Perlen und Seide werden von Modeschöpfern zu immer neuen faszinierenden Kreationen zusammengestellt. Grundsätzlich unterscheidet man jedoch zwischen einigen Stilformen, die immer wieder verwendet werden:

  • - Empire / Figurbetontes, kurzes Oberteil mit weich fließendem Rock
  • - H-Linie / Schmall und gerade geschnitten
  • - A-Linie / Schmales Oberteil mit weit ausgestelltem Rock
  • - Godet Form / Sehr figurbetont, der Rock erweitert sich ab dem Knie
  • - Princesse / Figurbetontes Oberteil mit betonter Taille und ausladendem Rock mit Petticoat
  • - Meermaid / Figurbetont, Rock läuft nach unten weit aus

Dies sind die grundsätzlichen Formen, unter denen man auswählen kann. Dabei sollte man darauf achten, dass der Schnitt zu der eigenen Figur passt und unter Umständen kleine Problemzonen auch verbergen kann.

Das sollte man beim Brautkleidern bedenken

Zunächst einmal ist es wichtig, sich so früh wie möglich für das Brautkleid zu entscheiden. Nicht jedes Modell ist nämlich in jeder Größe erhältlich. Bei manchen Brautkleidern gibt es Lieferzeiten von mehreren Monaten und man muss auch danach unter Umständen noch mit einigen Änderungen rechnen, um eine perfekte Passform zu erzielen. Brautkleider können recht teuer sein und man überlegt am besten schon vor dem Gang ins Fachgeschäft, wieviel man ausgeben kann. So kann man sich gleich die Modelle vorführen lassen, die für einen in Frage kommen.

Das Brautkleid – ein Traum in Weiß?

Nicht immer trug die Braut Weiß.  Seit der Antike hat sich das Brautkleid stark verändert und war vielen Modeströmungen unterworfen. Früher wurde ein festliches Kleid von der Braut in verschiedensten Farben getragen und Weiß kam erst viel später in Mode.

Hochzeitstunika im Alten Rom


Im Alten Rom wurde eine spezielle Tunika von der Braut am Hochzeitstag getragen.  Betont wurde die Taille mit einem Gürtel aus Holz, der mit einem ganz speziellen Knoten, dem sogenannten Herkulesknoten, verschlossen wurde. Über dieser Tunika trug die Braut ein gelbes Gewand , die Stola, mit passenden  Sandalen und Schleier, auch in Gelb. Nach der Hochzeitzermonie zogen sich die Hochzeitsgäste zurück und der Bräutigam musste den Herkulesknoten am Hochzeitsgewand lösen.

 Brautmode als Statussymbol

Auch im Mittelalter wurde ein festliches Brautkleid von der Braut getragen. Bräute aus ärmeren Familien, Bauern und Handwerkern, heirateten meist in einem schwarzen Sonntagskleid. In der gehobenen Klasse wurde dem Brautkleid große Beachtung geschenkt. Wer genug Geld hatte, konnte zwischen Samt, Seide oder auch Silber- und Goldbrokat, verziert mit Stickereien und besetzt mit Halbedelsteinen, wählen. Die Farben waren bereits damals prachtvoll:  Es wurde  in blauen, grünen und roten Kleidern geheiratet.

Schwarz als Trendfarbe

Schwarze lange Brautkleider, mit Spitze und Schleppe wurden im 16. Jahrhundert zum Trend. Sowohl die Oberschicht als auch die Mittelschicht heirateten in Schwarz. Sie waren nicht leicht sauber zu halten, sondern wurden auch zu verschiedenen Anlässen getragen. Damals war es einfach undenkbar, ein Kleid nur zu einem Anlass zu tragen.  

 

 

 

 

 

 

Weiß – die Farbe der Unschuld

Weiße Brautkleider wurden erst seit dem 17. Jahrhundert getragen.  Weiß ist ein Symbol der Reinheit und Unschuld. Weiße Kleider wurden damals nur bei Hochzeiten des reichen Bürgertums und des Adels getragen. Diese Brautkleider entwickelten sich zum Statussymbol.

In  Frankreich wurde dann im 19. Jahrhundert zum ersten Mal ein weißes Kleid vorgestellt, das speziell für die Hochzeit kreiert worden war.

Der Trend zur Hochzeit in Weiß erreichte schließlich auch ärmere Bevölkerungsschichten.

Und spätestens nach der Märchenhochzeit Sisi im Jahr 1854 war klar: Die modische Braut trägt Weiß!

 

 

 

 

Brautkleid bleibt Brautkleid 

Die Brautmode in Weiß ist seit dem 20. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken. Der Brautstil wurde durch die  verschiedenen Launen der Mode geprägt: 

Von schmalen, kürzeren Kleidern in den 20er-Jahren über ausladende Petticoats in den 50ern und Minikleidern in den 60er Jahren bis hin zur “neuen Romantik” in den 80ern hat das Brautkleid fast jeden Modetrend mitgemacht.

Und seit heute gilt: Egal welche Form, Farbe, Material, Länge – die Braut hat die Qual der Wahl