Kleiner Knigge – G wie Geldgeschenke bis H wie Hochzeitszug

 

Geldgeschenke:

 

 

 

 

Die meisten Brautpaare wünschen sich einfach Geld als Hochzeitsgeschenk. Denn der Haushalt ist meistens bereits perfekt eingerichtet und alles andere ist auch bereits vorhanden. Das Hochzeitsgeschenk wird individuell vom Brautpaar genutzt. Daher besteht eine pefekte Möglichkeit, einen Spruch auf eine Einladungskarte oder eine Extrakarte zu schreiben. So wirkt der Geschenkwunsch vom Bautpaar nicht unangenehm. Sehr häufig wird auch auf der Hochzeit eine Art Spendenbox aufgestellt, in welche der Gast nach Belieben etwas hineinwerfen kann.

Heiratsantrag:

 

 

 

 

Er wird von den meisten Frauen erwartet. Dem Traumpartner wird oft nahegelegt, die große Frage endlich zu stellen. Es ist aber eine Seltenheit, dass die Frau die Frage aller Fragen stellt.

Der Heiratsantrag ist an keine Form gebunden. Die Worte können frei gewählt werden, der Antrag kann persönlich, schriftlich, telefonisch, per Fax oder E-Mail gemacht werden – und mit Ausnahme der Braut darf niemand gefragt werden.

Hochzeitsanzeigen:

Hochzeitsanzeigen, die schriftlich oder gedruckt werden,  gehen an Leute, die nicht zur Hochzeit eingeladen werden, aber informiert werne sollen. Bei so einer Vorankündigung (Wir heiraten am…) unterschreibt zuerst die Braut mit ihrem Mädchennamen, dann der Bräutigam (Sandra Müller und Bernhard Kunz).

Hochzeitsanzug:

 

 

 

 

Heutzutage darf der Mann in jedem Outfit das Ja-Wort sprechen. Zum weißen Brautkleid ist natürlich ein dunkler Anzug das Beste. Traditionell ist der Smoking, der – obwohl ein klassischer Abendanzug – ohne weiteres ganztags getragen werden darf. Das Gleiche gilt fürs Dinnerjacket und den Stresemann.

Hochzeitsauto:

 

 

 

Egal ob Rolls oder “Ente”, ein Hochzeitsauto fährt nie schneller als mit 30 oder 40 km/h durch die Stadt.

Hochzeitseinladungen:

 

 

 

 

Sie werden normalerweise schriftlich bzw. gedruckt per Post verschickt. Unter sehr jungen Leuten mit entsprechendem Equipment sind auch E-Mails oder Faxe möglich. Die Einladungen sollten vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit verschickt werden.

Der Empfänger muss erfahren, wer wann heiratet und wo die Feier stattfindet. Wichtig ist der Zusatz “u.A.w.g. bis…” (“um Antwort wird gebeten bis…”), denn das Brautpaar möchte wissen, wieviele Gäste es erwarten darf. Möglich sind auf der Einladung weitere Hinweise z.B. zur Kleidung (z.B. “Bitte in Tracht erscheinen”), zu den Geschenken (z.B. “Geschenkliste folgt”) oder zur Unterbringung der Gäste (z.B. “Zimmer im Gasthof Sonne”).

Die Antwort auf eine Einladung kann schriftlich oder mündlich (telefonisch) erfolgen.

Hochzeitsgeschenke:

Wenn das Brautpaar vor der Feier die eintreffenden Gäste begrüßt, dann werden die Hochzeitsgeschenke überreicht. Die Geschenke werden auf einem für alle sichtbaren Tisch dekorativ aufgebaut.

Das Auspacken erfolgt entweder am sehr fortgeschrittenen Abend unter der Teilnahme der Gäste (dann kann sich das Brautpaar gleich persönlich bedanken) oder erst, wenn alle weg sind. Hochzeitsgeschenke dürfen auf keinen Fall weiterverschenkt werden. Das bringt angeblich Unglück.

Hochzeitsnacht:

Das Brautpaar entscheidet, wo sie stattfindet: in den eigenen vier Wänden, im Hotel etc. Ins eigene Heim lässt sich die Frau über die Schwelle tragen.

Hochzeitstorte:

Egal ob ein- oder mehrstöckig, eines darf nicht fehlen: Marzipan. Die Torte wird meistens zum Nachmittagskaffee serviert, sie kann aber auch um Mitternacht den Abschluss der Feier bilden.

Das Brautpaar muss die Torte gemeinsam anschneiden: die Braut hält das Messer, der Bräutigam legt seine Hand auf ihre und führt. Zuerst werden die Ehrengäste bedient, dann erhält jeder Gast ein Stück.

Hochzeitszug:

Der Brautzug formiert sich so, wenn das Brautpaar gemeinsam in die Kirche geht: Brautführer und Brautjungfern – Blumen streuende Kinder – Brautpaar – Brautmutter rechts vom Vater des Bräutigams – Brautvater links von der Mutter des Bräutigams – nahe Verwandte (Geschwister, Großeltern, Paten) – entfernte Verwandte – Freunde und Bekannte. Beim Einzug in die Kirche geht die Braut links vom Bräutigam zum Altar, beim Auszug aus der Kirche geht die nunmehr Ehefrau rechts von ihrem Angetrauten.

Knigge A-E
Knigge K-P
Knigge R- T
Knigge V

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